Über Mädelsfit

Der Landesverband der SPORTUNION Salzburg setzt in Jahren 2010 und 2011 einen Projekt-Schwerpunkt im Bereich Mädchensport: In drei Salzburger Pilotgemeinden werden gemeinsam mit den örtlichen UNION-Sportvereinen und Mädchen zwischen 10 und 15 Jahren neue Sport- und Bewegungsangebote erarbeitet und organisiert.
Untersuchungen zeigen, dass Mädchen zwischen 10 und 15 Jahren immer weniger körperlich aktiv sind, obwohl gerade in diesem Alter körperliche Aktivität hilft, spätere Erkrankungen vorzubeugen und positive Erfahrungen zu erleben. Bewegung sollte für Mädchen die Möglichkeit darstellen, Selbstwert und Selbstbewusstsein aufzubauen, Körper- und Bewegungsraum zu erfahren, alle Sinne anzusprechen und Gemeinschaft zu erleben.
Mit dem Projekt „Mädels fit“ soll vermittelt werden, dass Sport nicht nur Leistung und Wettkampf bedeutet, sondern vor allem Spaß macht: Neues ausprobieren und kennenlernen, mit Freundinnen aktiv sein und sich wohl fühlen stehen im Mittelpunkt.
Durch die Einbindung der Zielgruppe sollen mädchen- und bewegungsfreundliche Angebote in den teilnehmenden Sportvereinen geschaffen und die Herz-Kreislauf-Gesundheit der beteiligten Mädchen gesteigert werden.
 

Wann?
Projektdauer

gesamt 27 Monate
     - September 2009 - November 2011

Wo?
Projektwirkungsort

 

3 Pilotgemeinden/-vereine im Bundesland Salzburg
     - Bad Vigaun im Tennengau: SU Bad Vigaun
     - Maishofen im Pinzgau: USK Maishofen
     - St. Michael im Lungau: USK St. Michael

Wer?
Zielgruppe
- Mädchen im Hauptschulalter (ca. 10-15 Jahre)
- UNION-Sportvereine
 
Warum machen wir das Projekt?
Ausgangslage
 
  • Sportvereine sind traditionell eher leistungs- und wettkampforientiert.
  • Sportvereine sind wenig mit Jugendorganisationen vernetzt.
  • Mädchen und Frauen sind im Sportverein eher unterrepräsentiert.
  • Mädchen sind (laut Studien) weniger körperlich aktiv als Jungen bzw. als empfohlen.
  • In der Kindheit und Jugend geprägte Einstellungen und Verhalten wirken im Erwachsenenleben fort.
 

Folgende Ziele wollen wir mit dem Projekt „Mädels fit“ erreichen:

  • Schaffung mädchen-/bewegungsfreundlicher Strukturen
    In den Pilotvereinen und -gemeinden werden Angebote für Mädchen geschaffen. Durch die Ausbildung einer/ mehrerer Ansprechpersonen soll den Mädchen der Zugang zum Sportverein erleichtert werden.

  • Regionale Vernetzung Verein-Gemeinde-Schule-Organisationen
    In jeder Projektgemeinde wird eine Arbeitsgruppe mit VertreterInnen unterschiedlicher Einrichtungen der Gemeinde gebildet, die sich mit dem Bereich Mädchen und Bewegung beschäftigen. Die AGs haben die Aufgabe, das Projekt vor Ort in der Gemeinde zu bearbeiten. Mit Unterstützung der AG werden Kooperationen und Vernetzungen in der Gemeinde aufgebaut.

  • Umsetzung von Bewegungsmaßnahmen für und mit Mädchen
    Pro Gemeinde werden 4-6 gesundheitsförderliche Bewegungsaktivitäten für und mit Mädchen umgesetzt. Durch die Einbeziehung von Mädchen werden von den AGs zielgruppenspezifische Angebote erarbeitet.

  • Ausbildung von Ansprechpersonen/ Übungsleiterinnen für Mädchen
    Pro Projektverein wird mindestens eine Person im Bereich Mädchen-Bewegung ausgebildet. Diese Übungsleiterin für Mädchen wird in die Sportvereinsstruktur aufgenommen und soll auch nach Projektende für die Mädchenarbeit im Sportverein zuständig sein.

  • Erhebung der Bedürfnisse/ Vorstellungen/ Vorschläge der Mädchen
    Im Rahmen von Interviews und einer Umfrage werden die Mädchen zu ihren Interessen und Bedürfnissen befragt. Die Mädchen erhalten dadurch die Möglichkeit ihre Wünsche zu äußern. Die Ergebnisse er Befragungen werden bei der Planung von Bewegungseinheiten berücksichtigt.

  • Einsatz adäquater, zielgruppengerechter Kommunikationsmittel

    Partizipation der Zielgruppe
    Die Mädchen erhalten einerseits durch die Befragung, andererseits durch die Mitarbeit in den Arbeitsgruppen die Möglichkeit ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen in das Projekt mit einzubringen.

  • Transferierung der Erfahrungen
    Das Projekt ist als Pilotprojekt in Salzburg zu sehen. Durch die Erarbeitung eines Leitfadens werden die Erfahrungen und Ergebnisse für andere Gemeinden und Vereine übertragbar gemacht.


Was wird gemacht?
Aktivitäten und Methoden

  • Findung Projektkoordinatorin vor Ort
  • Vernetzung & Bildung von Arbeitsgruppen
  • Begleitende Veranstaltungen
  • Partizipative Bedarfserhebung
  • Erstellung Maßnahmenkatalog
  • Umsetzung ausgewählter Maßnahmen
  • Aus- und Fortbildung von Übungsleiterinnen für Mädchen
  • Leitfaden "Mädchen im Sportverein"
 
Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an die Projektleiterin Anna-Maria Wiesner (Kontakt).
 
Das Projekt wird gefördert von

 

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